Berner Modell: Datenmanagement statt Datenschutz

Heute stellte die Erziehungsdirektion des Kantons Bern überarbeitete Empfehlungen zu Medien und Informatik in der Schule vor. Unter anderem machen die Empfehlungen Aussagen zum Umgang mit sensiblen und weniger sensiblen Daten im schulischen Umfeld. Konkret empfiehlt die Erziehungsdirektion dazu das Ampelsystem des Bereichs Medien und Informatik der Pädagogischen Hochschule Bern zu verwenden – entwickelt hauptsächlich von meinen Kollegen Christian Dietz und Oliver Ott. Statt generellen Verboten rückt das Ampelsystem den kompetenten Umgang mit Daten ins Zentrum. Beispielsweise verlangt das Ampelsystem nicht ein generelles Verbot von Diensten wie Google Drive oder Dropbox an Schulen, sondern macht Aussagen, wann etwa Dropbox problemlos verwendet werden kann und wann auf besser geschützte Dienste wie zum Beispiel Tresor.it ausgewichen werden soll. Zur Veranschaulichung sind jeweils konkrete Beispiele hinterlegt:

ampelsystem

Es ist erfreulich, dass sich die Berner Erziehungsdirektion auf diese differenzierte Umsetzung des Datenschutzes einlässt. Sie ebnet damit den Weg für mehr didaktische Freiheiten bei der Wahl von geeigneten Internet-Diensten und fördert einen verantwortungsvollen und mündigen Umgang mit schulischen Daten.

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