Im jüngsten PB21-Podcast spricht Jöran Muuß-Merholz mit Christian Spannagel und Janna Spannagel über Gamification. Unter anderem wird die Rangliste erwähnt, die wir in unserem Unterrichtseinheiten-Gamifizier-Webdienst nutzen. Da ich ohnehin schon länger darüber bloggen wollte, hole ich das schleunigst nach.

Wir haben uns bei der Entwicklung der Rangliste folgende Gedanken gemacht:
- Es soll ein Anreiz sein, in der Rangliste vorne dabei zu sein. Die ersten drei Positionen werden deshalb angezeigt.
- In jeder Rangliste gibt es ein Schlusslicht. Es soll nicht demotivierend sein, in den hinteren Bereichen der Rangliste zu sein. Deshalb werden ab Platz 4 keine Positionen mehr genannt.
- Die Rangliste soll anspornen, sich weiter nach oben hochzuarbeiten. Deshalb werden immer die unmittelbaren Nachbarn in der Rangliste angezeigt. Ausserdem versuchen wir mit Dialogeinblendungen weitere Anreize zu setzen, den meist kleinen Vorsprung des vorderen Nachbarn wettzumachen.
In der nächsten Version werden wir voraussichtlich zusätzlich mit computergesteuerten Spielern (NPCs) in der Rangliste experimentieren. Z.B. könnte ein solcher am Schluss der Rangliste platziert werden, zeitweise knapp hinter dem letzten menschlichen Spieler, zeitweise leicht vor diesem, mit dem Ziel, diesen anzutreiben.
Grundsätzlich sollte bei Ranglisten immer überlegt werden, was damit erreicht werden soll. Bei uns soll die Rangliste motivieren, Quests zu lösen. Deshalb wird die Rangliste über die gesammelten Sterne errechnet, die es bei Quests zu holen gibt. In der nächsten Version werden wir vermutlich eine zweite Rangliste anbieten, die Anreize setzen soll, dass die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Quests lösen und nicht einfach die Lösung vom Nachbarn abschreiben (was nur ein untergeordnetes Problem war bei den ersten beiden Erprobungen).