Heute war ich beim Bildungszentrum für Wirtschaft und Dienstleistung Bern mit einem Referat zum Einfluss des Internets auf die Schule zu Gast. Ich habe die Gelegenheit genutzt und meine leicht angegraute Leitmedienwechsel-Präsentation überarbeitet. Zuerst zeigte ich die Möglichkeiten auf, die sich Lehrerinnen beim Umgang mit dem Internet bieten:
“Dienst” ist Platzhalter für irgendeine schulrelevante Technologie wie den Taschenrechner oder eben das Internet.
Ignorieren Lehrerinnen und Lehrer das Internet, birgt das das Problem, 1) dass schulische Aufträge teilweise nicht mehr wie gewünscht funktionieren, stattdessen plagiiert wird, 2) dass Schülerinnen und Schüler immer mühsamer zu motivieren sind und 3) dass die Schülerinnen und Schüler nicht hinreichend für ihr Leben vorbereitet werden.
Bei einem Nutzungsverbot des Internets würde sich die Herausforderung der Durchsetzbarkeit des Verbots zu den übrigen drei Herausforderungen gesellen. Praktikabel scheint also nur der Weg, den Unterricht dem Internet anzupassen.
Längerfristig sehe ich nicht, dass das Internet und das derzeitige Bildungssystem kompatibel sind. Wer ein zentrales Element eines Systems auswechselt, muss auch das System anpassen. Wer etwa beim Fussballspiel den Fussball durch einen Eishockey-Puck ersetzt, erhält ein holpriges Spiel, das sich erst bessert, wenn sich das System dem Puck angepasst hat, z.B indem das Spiel vom Rasen aufs Eis verlegt wird, die Anzahl Spieler auf dem Eis reduziert wird, usw. Genauso dürfte es sich mit dem Bildungssystem verhalten.
Zu diesem Schluss gelange ich sowohl durch medientheoretische wie auch systemische Überlegungen. Die ganze Präsentation gibts hier:

