Wikipedia-Tag: Besucherzahlen und mehr

Nachdem nun verschiedentlich über die geringe Teilnehmerzahl am 3. Wikipedia-Tag vom letzten Samstag in Bern berichtet worden ist oder aber genau im Gegenteil über die stattliche Teilnehmerzahl, hier die “offiziellen” Zahlen:

  • Beim ersten Referat zählte ich etwas mehr als 60 Personen in der Aula der PHBern.
  • Da die Tagung kostenlos war, gab es eine gewisse Fluktuation. Wir schätzen, dass insgesamt etwa 80 Personen in der Aula vorbeigeschaut haben.
  • Am Nachmittag hatten sich dann offenbar etliche Personen vom schönen Wetter verlocken lassen, so dass die Teilnehmerzahl dann eher tiefer lag als am Vormittag.
  • Ebenfalls am Nachmittag fand parallel ein eigentlich 45 minütiger Workshop im PC-Poolraum statt, der sich aber aufgrund des sehr interessierten Publikums zeitlich stark ausdehnte und mindestens zwei Referate des Hauptprogrammes umspannte.
  • Die Referate konnten dank Audio- und Video-Streaming live im Internet verfolgt werden. Dieses Angebot nahmen gemäss unseren Zahlen rund 80 Personen wahr.

Spannend in diesem Zusammenhang sind auch die Gedanken von Beat Döbeli:

»Mediale Aufbereitungen in Form von publizierten Folien, Tonspur oder gar Videomitschnitten sowie die Diskussion der Inhalte in der Blogosphäre haben zur Folge, dass unter Umständen die Mehrheit des Publikums gar nicht anwesend ist.«

Wir haben uns das zu Herzen genommen: Ab sofort können sämtliche Referate als Audio- und Video-Dateien online konsumiert werden.

Und zuletzt noch ein weiterer Gedanke: Welchen Wert hat Information, wenn sie kostenlos ist? – Das war das Thema der Eröffnungsrede von Nadine Masshardt – und diese Frage stellt sich auch hier: Hätten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ganzen Tagung beigewohnt, wenn siefür die Tagung hätten zahlen müssen? Oder andersrum: Sollen wir beim nächsten Wikipedia-Tag Eintritt verlangen, damit die angebotenen – an sich hochwertigen – Informationen wertvoller werden? Es spricht vielleicht auch für die Zeit der Informationsüberflutung, dass jeder nur die für ihn relevanten Inhalte abholt, egal ob einzelne Tagesschau-Beiträge via Internet, gefilterte Informationen via RSS – oder eben einzelne Referate an einer Tagung.

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