{"id":777,"date":"2013-09-03T09:42:00","date_gmt":"2013-09-03T09:42:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nandostoecklin.ch\/gamification-von-unterrichtseinheiten-szenario-3-inselhupfen\/"},"modified":"2016-04-21T13:27:48","modified_gmt":"2016-04-21T12:27:48","slug":"gamification-von-unterrichtseinheiten-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/?p=777","title":{"rendered":"Gamification von Unterrichtseinheiten: Szenario 3 &#8211; Inselh\u00fcpfen"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem <a href=\"http:\/\/www.wiklin.blogspot.ch\/2013\/08\/gamification-von-unterrichtseinheiten_20.html\">ersten<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.wiklin.blogspot.ch\/2013\/08\/gamification-von-unterrichtseinheiten_27.html\">zweiten <\/a>Szenario, wie eine Unterrichtseinheit gamifiziert werden k\u00f6nnte, hier ein drittes. \u00dcber dieses Szenario haben wir l\u00e4nger nachgedacht und entsprechend ist es detaillierter ausgefallen.<\/p>\n<p><i>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bewegen sich mit einem Avatar durch eine Spielwelt, von der sie zu Beginn nur ein Segment sehen. Die Spielwelt ist in verschiedene Inseln unterteilt, die durch Br\u00fccken miteinander verbunden sind. In der Mitte gibt es eine neutrale Insel, die von den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern frei gestaltet werden kann. An vielen Positionen werden ihnen von computergesteuerten Charakteren Quests gestellt, die in eine Storyline eingebettet sind. Bei jeder Quest wird genannt, welche Voraussetzung erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, um die Quest zu l\u00f6sen. Um ein Gleichgewicht zwischen Freiheit und F\u00fchrung herzustellen, sollen sich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zwar frei auf den Inseln bewegen k\u00f6nnen, allerdings liegen die wichtigsten, obligatorischen Quests entlang einer Hauptroute und die freiwilligen Quests auf Seitenwegen. Quests unterteilen sich in Schwierigkeitsstufen, die leicht unterschiedlich viele XPs ergeben, z.B. Basic (7-10 XPs), Advanced (9-12 XPs), Expert (11-14 XPs). Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen eine Quest annehmen oder ablehnen. Angenommene Quests werden bei den offenen Quests des Sch\u00fclers oder der Sch\u00fclerin gelistet. Lehrpersonen als Spielleiter k\u00f6nnen w\u00e4hlen, ob eine Quest digital unmittelbar in der Spielwelt oder analog auf Papier gel\u00f6st werden soll. Analog gel\u00f6ste Quests m\u00fcssen von der Lehrperson kontrolliert und anschlie\u00dfend online als gel\u00f6st markiert werden. Es kann Quests geben, die alleine gel\u00f6st werden m\u00fcssen und andere, die mit einer bestimmten Anzahl Mitspielern gel\u00f6st werden m\u00fcssen. Und es kann Quests geben, die innerhalb einer bestimmten Zeitdauer gel\u00f6st werden m\u00fcssen. Wer einen Quest nicht rechtzeitig schafft, erh\u00e4lt keine XPs. Lehrpersonen k\u00f6nnen Quests zu einem beliebigen Zeitpunkt im Spielverlauf freischalten.\u00a0<\/i><br \/><i>Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler werden w\u00f6chentlich in zwei Fraktionen aufgeteilt. Ende Woche werden die gesamthaft erarbeiteten XPs der beiden Fraktionen verglichen. Die Gruppe mit mehr Punkten darf in der neutralen Zone eine Flagge aufstellen und erh\u00e4lt wenige (z.B. 2) XPs pro Sch\u00fclerin und Sch\u00fcler. Anschlie\u00dfend werden die Fraktionen f\u00fcr die n\u00e4chste Woche vom System zuf\u00e4llig zusammengestellt.\u00a0<\/i><br \/><i>In die Spielwelt k\u00f6nnen gut verschiedene Methoden integriert werden, hier einige m\u00f6gliche Beispiele:\u00a0<\/i><\/p>\n<table border=\"1\" cellpadding=\"5\" rules=\"groups\">\n<thead>\n<tr bgcolor=\"#BEBEBE\">\n<th>Methode<\/th>\n<th>Umsetzung in Spielwelt<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Brainstorming (unsichtbar)<\/td>\n<td>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler stecken Zettel in eine Urne.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brainstorming (sichtbar)<\/td>\n<td>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler h\u00e4ngen Zettel an einen Baum.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Multiple Choice (passiv)<\/td>\n<td>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler w\u00e4hlen aus x Toren eines aus, durch das sie gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Multiple Choice (aktiv) <\/td>\n<td>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler kaufen eine bestimmte Anzahl eines bestimmtes Gutes.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Abstimmung<\/td>\n<td>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler deponieren in einer von x H\u00f6hlen einen Banner.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&#8230;<\/td>\n<td>&#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><i>Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen anderen Sch\u00fclern helfen und so zus\u00e4tzliche virtuelle G\u00fcter erwerben, mit denen er oder sie die M\u00f6glichkeit erh\u00e4lt, die Spielwelt zu modifizieren. Die M\u00f6glichkeit der Ver\u00e4nderbarkeit birgt die Hoffnung, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sich auch zu Hause mit der Spielwelt besch\u00e4ftigen. In festgelegten Zeitfenstern (z.B. in der Freizeit) k\u00f6nnen sich Spieler duellieren indem sie z.B. gegeneinander eine <a href=\"http:\/\/learningapps.org\/\">LearningApp<\/a> l\u00f6sen. Es gibt eine Rangliste, in der die drei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit den meisten XPs, sowie die eigene Position und die beiden unmittelbar benachbarten Positionen gelistet werden. Die Lehrperson sieht die komplette Rangliste. Zum Schluss taucht ein gro\u00dfes Monster auf, das besiegt werden muss (Schlusspr\u00fcfung). F\u00fcr das L\u00f6sen von Quests oder das Duellieren gibt es XPs (Erfahrungspunkte). Zuletzt werden die XPs in eine Schulnote umgerechnet.\u00a0<\/i><br \/><i>Ein kleines Minispiel f\u00fchrt Lehrpersonen in die Plattform ein. Lehrpersonen k\u00f6nnen neue Spielwelten automatisch generieren lassen, die ihren Anforderungen entsprechen.\u00a0<\/i><\/p>\n<p>Dieses Szenario r\u00fcckt den Unterricht in die N\u00e4he eines Lernspiels, was sowohl Vor- wie auch Nachteile mit sich bringt. Besonders die M\u00f6glichkeit, den Avatar wie auch teilweise die Welt selbst gestalten zu k\u00f6nnen, k\u00f6nnte f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler attraktiv sein. Andererseits konkurrenziert eine k\u00fcnstliche Spielwelt mit Spielwelten, die von Spielentwicklern mit Millionenbudgets erstellt wurden und deutlich detailliertere, realit\u00e4tsgetreuere Grafiken und ausgefeiltere Spielmechaniken zulassen. Das birgt die Gefahr, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcber eine f\u00fcr unsere Zwecke realisierbare Spielwelt entt\u00e4uscht sind und nur wenig Motivation entwickeln. Weiter ist zu bef\u00fcrchten, dass die Einbettung der Quests in der Spielwelt f\u00fcr die Lehrperson zeitaufw\u00e4ndig ist. Und nicht zuletzt d\u00fcrfte eine wiederholte Nutzung der Spielwelt f\u00fcr unterschiedliche Unterrichtseinheiten f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bald langweilig werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem ersten und zweiten Szenario, wie eine Unterrichtseinheit gamifiziert werden k\u00f6nnte, hier ein drittes. \u00dcber dieses Szenario haben wir l\u00e4nger nachgedacht und entsprechend ist es detaillierter ausgefallen. Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bewegen sich mit einem Avatar durch eine Spielwelt, von der sie zu Beginn nur ein Segment sehen. 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