{"id":1784,"date":"2017-10-24T15:49:10","date_gmt":"2017-10-24T14:49:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nandostoecklin.ch\/?p=1784"},"modified":"2020-01-24T15:55:01","modified_gmt":"2020-01-24T14:55:01","slug":"digital-denken-6-konkrete-schritte-um-neu-zu-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/?p=1784","title":{"rendered":"Digital Denken &#8211; 6 konkrete Schritte, um neu zu denken"},"content":{"rendered":"<p>Digitalisierung &#8211; den Begriff mag man schon nicht mehr h\u00f6ren. Er ist allgegenw\u00e4rtig und wird \u00fcberall unterschiedlich verstanden. Grund f\u00fcr die unterschiedliche Interpretation des Begriffs d\u00fcrfte u.a. die unterschiedliche Denkart dahinter sein. Christoph Schmitt <a href=\"https:\/\/lebendiglernen.ch\/2017\/06\/29\/ueber-den-unterschied-zwischen-analogistan-und-digitalien\/comment-page-1\/\">beschreibt den Unterschied der Denkart zwischen Menschen aus Analogistan und Digitalien, <\/a>genauso <a href=\"https:\/\/spieldeinleben.ch\/digitale-transformation\/\">wie ich das hier tue.<\/a>&nbsp;Wie aber k\u00f6nnen wir von einer analog gepr\u00e4gten zu einer digital gepr\u00e4gten Denkweise gelangen? Unterst\u00fctzt durch Christian Dietz, Oliver Ott, Nico Steinbach und Christoph Schmitt (herzlichen Dank!) entstand eine <a href=\"http:\/\/www.nandostoecklin.ch\/wp-content\/uploads\/Aufbruch_in_die_digitale_Welt.pdf\">Zusammenstellung von sechs Massnahmen, die Menschen von Analogistan nach Digitalien \u00fcberf\u00fchren k\u00f6nnten<\/a>:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>1. ICH VERNETZE MICH DIGITAL<\/h1>\n<p>Ich tausche mich nicht nur mit Menschen aus, mit denen ich in Projekten zusammenarbeite, sondern vernetze mich gezielt auch mit Einzelpersonen und Gruppen, mit denen ich gerne zusammenarbeiten w\u00fcrde. Privat, als Hobby, beruflich, zwischen allen St\u00fchlen. Wir summieren unsere Netzwerke, erh\u00f6hen so unsere Reichweiten und unterst\u00fctzen uns gegenseitig. Es entstehen ad-hoc Kooperationen mit Mehrwert f\u00fcr alle Beteiligten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Beteiligten ausschliesslich \u00fcber das Internet kennen oder nicht. Wir beantworten so oder so \u00e4hnlich die Frage, warum wir digital sein sollten: Weil es uns etwas bringt. Ganz nach dem Motto eines Blog-Posts: &#8220;<a href=\"http:\/\/www.ibmbigdatahub.com\/blog\/gym-membership-data-has-no-value-unless-you-use-it\">Like a gym membership, data has no value unless you use it.<\/a>\u201c<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich verst\u00e4rke meine Kontakte zu spannenden Menschen.<\/li>\n<li>Ich lerne weitere spannende Menschen kennen.<\/li>\n<li>Ich erh\u00f6he meine Reichweite.<\/li>\n<li>Es ergeben sich bereichernde Projekte.<\/li>\n<li>Ich lerne, digitale Medien zur Kommunikation zu nutzen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Ich realisiere, dass \u00fcberall auf der Welt Menschen leben, die f\u00fcr mich bereichernd sein k\u00f6nnen und nehme mich zunehmend als Knotenpunkt im weltweiten Netz wahr. Ich beginne, die M\u00f6glichkeiten des weltweiten Vernetzens zu sch\u00e4tzen, den Wert von digitalen Netzwerken zu erkennen und die Welt als Dorf zu verstehen.<\/p>\n<h1>2.&nbsp;ICH TEILE, WAS ICH HABE<\/h1>\n<p>Ich stosse auf einen Artikel, der f\u00fcr einen Freund oder eine Freundin hilfreich sein k\u00f6nnte und kopiere den Link in den Chat (E-Mail ist mir zu tr\u00e4ge). Ein Gedanke geht mir durch den Kopf und ich teile ihn in Sozialen Netzwerken oder einem Blog mit Bekannten oder gar mit der \u00d6ffentlichkeit. Ich kommuniziere offen nutzenorientiert.<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich mache anderen Menschen einen Gefallen. Viele sind dankbar.<\/li>\n<li>Irgendwann kommen Links oder Gedanken zur\u00fcck.<\/li>\n<li>Dank den R\u00fcckmeldungen zu meinen Beitr\u00e4gen sch\u00e4rfe ich meine Gedanken und profitiere von anderen Sichtweisen.<\/li>\n<li>Meine Gedanken, Arbeits- und Interessensgebiete sowie Positionen werden wahrgenommen und ich kann mich entsprechend in meinem Netzwerk positionieren.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Mein Fokus ist nicht mehr auf mein \u00f6rtlich nahes Umfeld gerichtet. Ich beginne den Wert des Gebens und Nehmens in Netzwerken zu erkennen. Mir wird bewusst, dass alle von allen etwas lernen k\u00f6nnen. Ich finde zu einem gestaltenden Umgang mit den gesellschaftlichen Normen meines lokalen Umfeldes, da ich erkenne, dass meine eigenen Werte von vielen anderen Menschen auf der Welt geteilt werden.<\/p>\n<h1>3. ICH ARBEITE IN ECHTZEIT KOLLABORATIV<\/h1>\n<p>Dokumente f\u00fcr den Vereinsvorstand, Arbeitsbl\u00e4tter, Einladungen oder Ideen-Sammlungen schreibe ich mit einer Software mit Zugriffsverwaltung. So kann ich gezielt Menschen dazu einladen, die Dokumente zu lesen, kommentieren oder zu bearbeiten. Das Versenden per E-Mail und das Abarbeiten der zur\u00fcckgemeldeten \u00c4nderungsw\u00fcnsche entf\u00e4llt. Alle beteiligten Personen wissen immer, wo die Dokumente liegen und das Versionschaos ist besiegt. Bei Dokumenten wie Arbeitsbl\u00e4ttern, die keinem klar definierten Personenkreis zugeordnet sind, \u00fcberlege ich mir, wen sie interessieren k\u00f6nnten oder wer daran mitarbeiten k\u00f6nnte. Ihnen gebe ich die Dokumente zum Lesen oder Bearbeiten frei.<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich erh\u00f6he die Effizienz.<\/li>\n<li>Ich bereichere mit meinen Dokumenten die Gedanken anderer.<\/li>\n<li>Andere Menschen bereichern meine Dokumente und damit mein Denken.<\/li>\n<li>Ich habe \u00fcberall Zugriff auf die Dokumente, auch auf fremden Computern. Bei einem Computerwechsel kann ich sofort weiterarbeiten.<\/li>\n<li>Ich mache das immer bezogen auf gemeinsame Themen und Ziele und werde dadurch mit meinen Beitr\u00e4gen anschlussf\u00e4hig.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Durch die Kollaboration vertiefe ich meinen Wert als Knotenpunkt im weltweiten Netz. Ich verstehe, dass f\u00fcr mich \u00f6rtlich ferne Menschen zur Zusammenarbeit genauso wertvoll sein k\u00f6nnen wie geografisch nahe. Durch die Kollaboration mit anderen ersetze ich \u201cmeins\u201d durch \u201cunseres\u201d und ich gew\u00f6hne mich daran, unfertiges mit anderen zu teilen.<\/p>\n<h1>4. ICH VERSUCHE PROBLEME MIT HILFE DES INTERNETS ZU L\u00d6SEN<\/h1>\n<p>Mein Computer zickt und spuckt mir eine seltsame Fehlermeldung aus &#8211; wohl ein Virus. Ich tippe die Fehlermeldung in Google ein und erhalte eine Anleitung, wie ich den Virus beseitigen kann. Ich will eine Wand neu tapezieren. Auf Youtube entdecke ich ein Video, das mir das Vorgehen anschaulich erkl\u00e4rt. Das selbstgemachte Joghurt wurde viel zu fl\u00fcssig. Im Internet finde ich schnell ein Rezept. Dazu \u00fcberlege ich mir vorg\u00e4ngig, in welcher Form ich die Hilfe gerne haben m\u00f6chte. Als schriftliche Anleitung? Als Erkl\u00e4rvideo? Als Menschen oder Communities, mit denen ich mich gezielt vernetze und so auch r\u00fcckfragen kann?<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich l\u00f6se meine Probleme selbst\u00e4ndig.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Fr\u00fcher konnte ich viele Probleme nicht selbst l\u00f6sen und ich habe mir angew\u00f6hnt, gezielt Hilfe beizuziehen oder aber die Probleme ungel\u00f6st zu lassen. Mit dem Internet verf\u00fcge ich \u00fcber eine riesige Informationssammlung, die mir in unterschiedlichsten Situationen weiterhilft. Entscheidend ist, dass ich mir bei anstehenden Problemen bewusst werde, dass ich sie selbst l\u00f6sen kann. So erkenne ich die M\u00e4chtigkeit des Internets zum Lernen und Probleml\u00f6sen und entwickle ein Gef\u00fchl der Selbstwirksamkeit.<\/p>\n<h1>5. ICH SPIELE MIT DEN DIGITALEN WERKZEUGEN<\/h1>\n<p>Viele meiner Freunde nutzen einen neuen Chat-Dienst auf ihrem Smartphone. Ich installiere die App und spiele mit ihr herum anstatt eine Schritt-f\u00fcr-Schritt-Anleitung zu konsultieren. Innert k\u00fcrzester Zeit komme ich damit zurecht, habe mich mit meinen Freunden verkn\u00fcpft und verschicke erste Chat-Beitr\u00e4ge. Sp\u00e4ter entdecke ich neue Funktionen und teile die gleich per Chat meinen Freunden mit. So entdecken wir den Dienst gemeinsam.<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich lerne mit dem Werkzeug umzugehen.<\/li>\n<li>Ich brauche keine Anleitung von A-Z durchzulesen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Ich steigere meine Selbstwirksamkeit, besiege meine Angst vor Fehlschl\u00e4gen, lerne mit Unsicherheiten umzugehen und bin ger\u00fcstet f\u00fcr eine immer komplexere Welt, die sich vielfach nicht mehr durch Anleitungen erschlagen l\u00e4sst.<\/p>\n<h1>6. ICH SPIELE EIN <em>MASSIVELY MULTIPLAYER ONLINE GAME<\/em><\/h1>\n<p>Ich installiere den Client von World of Warcraft auf meinem Computer und trete anschliessend in die riesige Spielwelt ein. Ich erkunde die Welt, begegne Hunderten von Mitspielern. Einfache Quests l\u00f6se ich alleine. Um schwierige zu l\u00f6sen schliesse ich mich anderen an. Wir koordinieren und organisieren uns per Voicechat. Die gemeinsamen Aktionen schweissen zusammen. Wir lernen die Menschen hinter den Avataren kennen und sch\u00e4tzen, woraus leicht Freundschaften entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Weshalb soll ich das tun?<\/h2>\n<ol>\n<li>Ich habe Spass.<\/li>\n<li>Ich lerne neue spannende Menschen kennen.<\/li>\n<li>Ich lerne eine neue Welt und Kulturform kennen.<\/li>\n<\/ol>\n<h2>Inwiefern hilft mir das digitaler zu denken?<\/h2>\n<p>Ich lerne Menschen durch ihr Handeln kennen. Geschlecht, Alter, Hautfarbe sind dabei unbekannt und somit nicht relevant. Ich sp\u00fcre, wie sich andere auf mich verlassen und bin gezwungen, mich auf andere zu verlassen. Es entsteht ein ausgesprochen starkes Gef\u00fchl des Zusammenarbeitens. Durch den hohen Spassfaktor bin ich motiviert, immer st\u00e4rker in die Welt einzutauchen, bei Fragen zu recherchieren und die Probleme selber zu l\u00f6sen. Durch die Einteilung in Leveln und zus\u00e4tzlichen F\u00e4higkeiten im Spiel wird mir meine gesteigerte Selbstwirksamkeit deutlich vor Augen gef\u00fchrt. Scheitern ist kein Problem, ich kann die Herausforderung jederzeit wieder von neuem beginnen. So lerne ich, einfach mal auszuprobieren und mit Unsicherheiten umzugehen.<\/p>\n<p><em><a href=\"http:\/\/www.nandostoecklin.ch\/wp-content\/uploads\/Aufbruch_in_die_digitale_Welt.pdf\">Die Zusammenstellung gibt es gelayoutet und mit etwas Hintergrundinformationen zum Download<\/a>. Obigen Beschrieb von &#8220;digital denken&#8221; interpretiere ich nicht als absolut, sondern als gegenw\u00e4rtigen Stand eines dynamischen Prozesses. Was heute Digitalien ausmacht, d\u00fcrfte nicht dasselbe sein, wie das, was in f\u00fcnf Jahren Digitalien ausmacht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Digitalisierung &#8211; den Begriff mag man schon nicht mehr h\u00f6ren. Er ist allgegenw\u00e4rtig und wird \u00fcberall unterschiedlich verstanden. Grund f\u00fcr die unterschiedliche Interpretation des Begriffs d\u00fcrfte u.a. die unterschiedliche Denkart dahinter sein. Christoph Schmitt beschreibt den Unterschied der Denkart zwischen Menschen aus Analogistan und Digitalien, genauso wie ich das hier tue.&nbsp;Wie aber k\u00f6nnen wir von&hellip; <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/?p=1784\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Digital Denken &#8211; 6 konkrete Schritte, um neu zu denken<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-1784","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","entry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1784","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1784"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1784\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2095,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1784\/revisions\/2095"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1784"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1784"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/nandostoecklin.spieldeinleben.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1784"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}